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S01E175 Mein Frosch und ich

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Dauer: 01:18:52


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5 Comments

  1. Bella

    Für Karol! Der Fotzen liebt und Nazis mit Fotzen beleidigen will!?! Ich kapier die Strategie nicht. Findest du es nicht übergriffig, den Frauen zu sagen, erobert euch eure Fotzen zurück? Lieber Karol, das ist genau das, was das Patriarchat seit jeher macht, den Frauen zu sagen, was sie zu tun haben und was richtig für sie wäre.! Willst du nicht einfach annehmen, dass dieses Wort etwas anderes bei uns auslöst als bei dir. Dein vehementes verteidigen kannst du vergleichen mit den Diskussionen um das N-Wort und das leidige ‚was darf man denn noch sagen‘
    Du kannst sagen was du willst, dazu gehört dann, dass du Reaktionen auslöst.
    Vielleicht möchtest du zu dem Thema den Brief lesen, den Dunja Hayali von einem Fotzenliebhaber erhalten hat, der so beginnt: Du alte Nazi-Impfvotze… Seltsam, der Schreiber hat auch die Assoziation Nazis und Fotzen.

    Neues Thema: Der Missbrauch, durchgeführt von größtenteils männlichen Wesen! Was seid ihr für Dipflscheisser, sofort wird gegoogelt, ob 90 % stimmen könnte. Ich hätte auch 99% sagen können, darum geht‘s doch nicht. Ich hab mir die Zahl ausgedacht. Ich habe euch auch kein Gutachten präsentiert, gegen das ihr euch verteidigen müsst. Papst Benedikt hat das gemacht, beim Missbrauch meinte er, gäbe es einen Unterschied, ob der am Kind durchgeführt wurde oder etwa nur vorm Kind onaniert wurde.!!! Wow!

    Und jetzt komm ich zu dem Mimimi, wegen der Ungerechtigkeit, dass es Männer so schwer haben in dem Frauenberuf Erzieherin Fuß zu fassen. Lest vielleicht auch nach nach in wie vielen Heimen Männer die Leitung hatten und die Erziehung geprägt haben, und was unter deren Führung alles passiert ist. Hier würde jetzt ein geraunztes Hitler passen!
    Und noch eins, wie lange mussten wir Frauen darum kämpfen in die Domänen der Männer vorzudringen! Ganz zu schweigen von gleicher Bezahlung. Dazu passt auch der Einwand von Räphu, der meinte, dass Männer den Beruf des Erziehers schon aus monitären Gründen nicht auswählen würden.
    Klar, weil Frauen suchen sich gerne Berufe in denen sie sich aufopfern können und nichts verdienen, weil es nichts Schöneres gibt als von Ihm abhängig zu sein oder zusätzlich ein paar Nebenjobs zu machen.

    Ach, ich könnt noch was zu eurer Stadtflucht schreiben…
    Ich wünsch euch was und vielen Dank für das aufregende Hörgefühl

    • Verehrte Bella,

      vorab: Mir ist bewusst, dass das Gesagte und unten Geschriebene durchaus im Widerspruch zu meinem gelesenen Geschlecht und meinem Habitus steht.

      Ich habe sehr wohl verstanden, dass die Verwendung des strittigen Begriffs für weiblich gelesene Menschen hochproblematisch und sehr verletzend sein kann. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich ohne Berücksichtigung dessen so vehement weiter diskutiert habe.

      Der perverse Müll, der Frau Hayali geschrieben wurde und wird ist verabscheuungswürdig und bestätigt deine Auffassung ganz und gar. Widerlich, dieses Pack!

      Gestatte mir bitte ein letztes Mal, auf rein sachlicher Ebene auf eine Feststellung von Judith Butler aufmerksam zu machen: Eins sollte Hate Speech aktiv misslingen lassen. Sie nannte das »Zurücksenden der Drohung«. Es wäre überlegenswert, die Drohung selbst umzuwerten und somit gar nicht erst ankommen zu lassen. Genau so entstanden die bei Schwarzen und Frauen inzwischen regulär verwendeten »Nigger« und »Bitch«. Dein Vergleich mit dem N-Wort greift hingegen ins Leere, da es sich hier um ein unstrittig rassistisches Wort handelt. Das F-Wort hingegen bezeichnet das weibliche Genital.

      Grundlegend ist die Art und Weise, wie Gesellschaft Sprache versteht und denkt. Ergo ist ihre Wirkung auch veränderbar. Muss verändert, muss befreit werden, aus den stinkenden Griffeln des samentriefenden Patriarchats!

      Es gibt so viele ähnlich gelagerte Worte und Begrifflichkeiten. Und es ist fraglos verdammt schwierig. Wenn wir Auslöser zunehmend tilgen (bspws. Diskussion um den Begriff Rasse im Grundgesetz), verlieren wir dann nicht die Chancen auf Auseinandersetzung und Protest? Gibt es dann einen Freeze im Raum derer, die den Diskurs bestimmen (wollen)? Asexuelle und antiseptische Sprache führt dann mitunter dazu, dass »Abtreibung« (wie in den USA) weggepiept wird.

      Warum also den misogynen Arschgeigen nicht ordentlich eine Tracht Prügel verpassen und aus einem Werkzeug der Beleidigung eine Waffe machen (»The Ethical Slut«)?

      Die kirchlichen Institutionen (nahezu jeder Relgion) sind der Inbegriff der männlichen Dominanz. Alles was in diesen Gefilde hinschtlich sexuellen Missbrauchs geschieht und gesagt wird, ist unerträglich und zeigt, wie abscheulich und rücksichtslos agiert wird, um des Machterhalts willen. Das ist ganz und gar gräslich. Nach meinem Dafürhalten ist es bei derartigen Themen besonders wichtig, so schwer es auch fällt, sachlich und (sofern überhaupt möglich) genau zu sein, um keine Angriffspunkte zu liefern, die foglich eine Diskreditierung z. B. von Kirchenkritik ermöglicht. Emotionale und gefühlte Behauptungen werden schnell als solche hergenommen, um sie als unlauter und nicht korrekt zu deklarieren. Diese Möglichkeiten der Ausflüchte sollten denen genommen werden.

      Deine Kritik am Gespräch über den Erzieher*innen-Beruf kann ich nachvollziehen. Sofern das als Beschwerde über die Diskriminierung von männlich gelesenen Erziehern verstanden wurde, möchte ich mein Ansinnen präzisieren. Es sollte generell unerheblich sein, zu welchem Geschlecht eins gehört oder gelesen wird. Und dies nur binär zu betrachten, griffe viel zu kurz. Ganz rational: Über dem Thema der Pädagogik stand Geschlechtergrechtigkeit – nicht nur Frau und Mann, egal welchen Geschlechts.

      Grüße
      Karol

  2. Julia

    Lieber Karol,
    ganz abgesehen davon dass Judith Butler auf akademischem Terrain bereits schon wieder kritisch betrachtet wird…
    Du schreibst an Bella:
    „Dein Vergleich mit dem N-Wort greift hingegen ins Leere, da es sich hier um ein unstrittig rassistisches Wort handelt. Das F-Wort hingegen bezeichnet das weibliche Genital.“
    Du scheinst einfach den Punkt nicht zu verstehen (oder verstehen zu wollen), dass das Wort Fotze zu 98% sexistisch gebraucht wird.
    Du verstehst und akzeptierst, dass Worte homophob, antisemitsch und rassistisch sein können. Aber eine sexistische Beleidigung verstehst Du nicht?
    Es geht darum, wie ein Begriff konnotiert ist! Und nicht, was er im eigentlichen Wortsinne meint.
    Love
    Julia

    • Liebe Julia,

      doch, ich verstehe den Punkt. Ich beabsichtigte lediglich auf rationaler Ebene klarzustellen, auch wenn es zugegebenermaßen vermessen ist. Eingedenk der hilfreichen Erwiderungen ist mir die Problematik bewusst. Auch wenn der Anlass traurig ist, danke trotzdem für den Impuls und die starke Gegenrede!

  3. Bella

    Lieber Karol,

    Frau Butler hab ich überflogen und kann nur sagen, du hast dich da an etwas festgebissen.

    Um was ging es ursprünglich? Dir zu sagen, dass du das Wort Fotze massiv verwendet hast und dass ich‘s nicht gut fand.
    Ich kenne keine Frau in meinem Umfeld, die das Wort toll findet, so gerufen werden will oder das Wort progressiv in ihren täglichen Sprachgebrauch einbaut. Es mag Bewegungen geben. Aber gibt es nicht für jede Meinung, Theorie und Idiotie ein Grüppchen?

    Wenn es dir großen Spaß oder sogar Lust bereitet – dann sag es! Aber erzähl mir nichts von meinem Geschlechtsteil als Waffe. Es geht auch nicht um asexuelle Sprache. Es geht um Respekt, Solidarität und weniger Oberlehrer.

    Ich hoffe, noch viel von euch zu hören
    Bella

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