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MK054 – Darwin Award feat. Interview mit Extinction Rebellion

Wir präsentieren Dir heute eine besondere Folge. Nach 60 Minuten Plauderei geht es ans Eingemachte: Ford und Karol tauschen sich mit Elli und John von Extinction Rebellion über deren Forderungen, Ziele und Ideen aus. 

Wer es noch nicht weiß – Extinction Rebellion ist eine weltweite gesellschaftspolitische Bewegung, die einen für das Klima nötigen umfassenden und tiefgreifenden Wandel herbeiführen möchte, um das Risiko der Auslöschung der Menschheit und des Kollapses unserer Ökosysteme zu verringern. Weitere Informationen findest Du in den Shownotes. (Anmerkung von John und Elli: »Aussagen außerhalb des Konsenses der 3 Forderungen und 10 Prinzipien von XR sind als unsere persönlichen Ansichten zu verstehen und beziehen sich nicht auf die ganze Bewegung.«)

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Dauer: 3:21:56


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avatar Ford Fisher
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Shownotes:

Der Panda ist so sexfaul wie mancher MenschStasi-Unterlagen-Behörde soll aufgelöst werdenSerie Babylon BerlinSerie Die neue ZeitThe Citizens’ Assembly – Razzia bei Berliner ReichsbürgernExtinction Rebellion DeutschlandHolokratieBayerisches Polizeigesetz: 19 Personen wochenlang in PräventivgewahrsamBuch: Wann wenn nicht wir – Extinction Rebellion Ortsgruppe Dresden – Video: Roger Hallam – Jetzt ist Zeit zu HandelnRoger Hallam »Common sense for the 21st century«Harrison Ford: Wir können uns nicht schützen, wenn wir die Natur nicht schützen.

8 Comments

  1. arvid

    Ich gebe es auf, eure Episoden detailliert zu kommentieren, weil ich mich absichtlich missverstanden fühle. Ich schrieb und meinte, dass die heute Regierenden die AfD und Konsorten als nützliche Idioten benötigen. Vor dem Fall der Mauer gab es einen (konstruierten) Widerspruch zwischen den System in Ost und West. Das hat dazu geführt, dass im Westen Soziale Wirtschaftspolitik eine höheren Stellenwert hatte, als nach de Wende, als der libertäre Kapitalismus alle globalen Grenzen übetrwunden hatte.

    Nun brauchte man (die Regierenden) ein Korrektiv für die ausffallenden Bösen im Osten und ein Ventil für den Zorn des Volkes an den Änderungen durch die wegfallenden Grenzen. Diese wurden mit den AfDlern und Vorgängern gefunden und benannt.

    Man mag das nicht für zutreffend halten, allerdings erwarten ich dann eine passende Begründung und nicht (nur) die Benennung eines Gefühls.

    Abschließend noch ein paar Handreichungen für die Formulierung von Aussagen hinsichtlich des Klimawandels:

    1. Es gibt keinen Klimaschutz
    Das Klima wandelt sich seit Milliarden Jahren auf der Erde, es wird so weiter gehen, unabhängig von dem, was wir zu Schutz3 des Klimas immer tun.

    2. Es gibt keinen menschengemachten Klimawandel
    Es gibt stattdessen einen menschengemachten Anteil an der Geschwindigkeit, mit der sich das Klima ändert. Dieser ist durchaus beträchtlich und der Punkt an dem wir hätten ansetzen können, damals …

    3. Was wir mit Klimaschutz wahrscheinlich meinen ist, dass wir den Lebensraum der Menschen und Wirbeltieren, der Landpflanzen und vieler Tiere in der See meinen.
    Es geht also um den Schutz der Lebengrundlagen für das (höhere) Leben auf der Erde, nicht um den Schutz des Klimas. Das würde uns ohnehin deutlich überfordern, wollten wir es nur stabil halten.

    4. Selbst wenn wir es schaffen sollten, den Klimawandelfolgen zu entgehen (wie auch immer) steht uns der Hitzetod unseres Lebensraumen kurze Zeit später bevor. Der Planet Erde befand bis ca. 1850 in einem labilen thermischen Gleichgewicht, Einstrahlung durch die Sonne und Abstrahlung von der Erde). Dadurch, dass wir in erheblichem Umfang fossilierte Energie für den Betrieb von Wärmekraftmaschinen verwednet haben und dadurch reichlich Abwärme in die Atmosphäre entlassen, sorgen wir für eine stetige Erwärmung des Planeten, unseres Lebensraumes.

    Es spielt keine Rolle, ob der Klimawandel für eine Erhöhung der globalen Temperatur sorgt oder dies durch die menschengemachte Entlassung Abwärme in die Atmosphäre geschieht.

    Sobald wir ca. 4 Celsius an Erhöhung erreicht ahben, wird die Erde für sehr viele Arten, die weit überwiegende Mehrheit, nicht mehr bewohnbar sein.

    Eine wie auch immer geartete fortschrittliche Zibvilisation wird nicht mehr möglich sein. Vergiftung der Boden, der Luft und des Wassers, sowie Ressourvenmangel und der Ausfall an guter systematischer (Aus) -bildung wird dafür sorgen, dass es für lange, lange Zeit so bleibt.

    Ich wünsche euch weiterhin frohes Schaffen und eine Mehrung der Erkenntisse.

    Arvid

  2. Yill Bost

    Hinsichtlich Interview mit XR-Dresden.
    Ganz ehrlich:

    1) Elli und John reden über Systemwechsel aber das XR-Buch wird verkauft?! (S.Fischer)
    Es ist genau dieser Mythos vom „Wert der Dinge“, die was kosten! Sehr schwach, also kostet gute Liebe viel Geld? Leider ist das dann enttäuschend.

    Kein Wandel ohne Open Source!

    2) Das Infiltrieren von Parteien ist gar keine gute Idee. Die damaligen FDP-Übernehmer sind heute die Reformlinken, davon viele Minister und Staatssekretäre ohne Wirkung, die als emanzipatorische Jugend zum diktatorischen Kader einer einzigen Partei geworden sind. Ab einem Punkt X geht es nur noch um Karriere und Geld.

    3.) John zitiert den XR-Vordenker
    Man muss schwer aufpassen, wenn man jemanden zitiert und selbst nicht danach handeln würde. Oder doch?

    4.) Jede Bewegung enttäuscht ihre Anhänger mittelfristig. XR muss realisieren, dass sie sich als einzige Hoffnung gerieren. Dann muss man der Kern auch bleiben können! Bisher hat das keine Bewegung geschafft, egal, wie widerlich die Umstände waren.

    Viel Glück, viel Erfolg uns allen
    Und ein jähes Ende dem Kapitalismus ohne zivilisatorischen Zusammenbruch.

    • arvid

      Danke für Deinen Beitrag. Arvid

  3. arvid

    Ich möchte und muss Yill Recht geben, in allen Punkten.

    Leider (?) kommt dem Alter eine Milde gegenüber dem, was man sein Leben lang abgelehnt hat, bisweilen sogar Verständnis und Arrangement damit. Vielleicht rührt es daher, dass man meint jetzt (im Alter) mehr zu verstehen, einen geweiteten Blick zu haben, oder vielleicht will man einfach den Kampf und die Gegnerschaft beenden und “in Frieden” leben / weitermachen / sich arangieren.

    So kommen auch die von Yill beschriebenen Phänomene zum Teil zu Stande. Der Rest ist bedingt durch die Organisation und die Einbettung in das kapitalistische System.

    Ich muss euch Beiden noch auf die Nase binden, dass ihr sehr missbräuchlich die DDR und die UdSSR als sozilistisch, gar als kommunistisch bezeichnet habt. Nichts stimmt weniger. Es war zu Teilen ein Staatsmonopolkapitalismus, aber zum größeren Anteil der unterlegene Sparringspartner des Kapitalismus.

    Nicht, dass ihr noch mit der Mär kommt, darin wäre eine echte Alternative zu sehen gewesen.

  4. Yill Bost

    Hallo Arvid,

    Lieben Dank für Deine Reaktion.

    die Sozialismus-Verklärungen regen mich immer sehr auf, allerdings nicht bei FuKK. Die beiden sind da sehr moderat. Fisher glaubt möglicherweise etwas idealisiert an den Prägungsssoz, weil er ihn nicht kennengelernt hat. Da gabs keine Podcasts länger als 5 Minuten im real life, weil die Polizei einmarschiert wäre, um die Wörter aus der Geschichte zu tilgen. (In diesem Sozialismus hat man das geglaubt, echt.) KaKo hingegen, so, wie ich das raushöre, ist unschlüssig, was hier überhaupt noch alternativ ist. Beiden aber ist offenhörentlich klar, dass die Klimafrage einen Imbalancestatus erzeugt, der alles überwiegt. Ist ja nun mal auch so.

    Ich habe heute auf einem F4F-Banner irgendwo eine Werbung von Unternehmen gesehen. Das schon wieder verursacht Abstand in mir . So blöd darf F4F nicht sein, nichtmal „ Prominenz „ sollte involviert sein, um „Leute zu erreichen“ . Das kann nur schief laufen. Das käme zu der Arrangement-Frage noch hinzu.

    LG Yill

  5. arvid

    Nachtrag: Was mir gerade klar geworden ist: Ihr könnt nicht (wie im Titel angegeben) ein Interview mit Extinction Rebellion führen, weil es keine Organisation ist, die eine zentrale Figur als Vertretung aller hat. Das wäre im Normalfall eher vernachlässigbar, aber bei XR ist es ein zentrales Organisationselement.

  6. Julia

    Sehr geehrter Arvid,

    ja! Inhaltlich kann ich vieles nur abnicken!

    Ich frage mich jedoch, was genau Sie als Kommentierenden dazu legitimiert, solche Formulierungen wie: “… Man mag das nicht für zutreffend halten, allerdings erwarte ich dann eine passende Begründung und nicht (nur) die Benennung eines Gefühls.” zu verwenden. Die oft und in vielen Kommentaren ja richtige inhaltliche Kritik bekommt einen (für mich als Leser, bitte verzeihen Sie) ekeligen Beigeschmack. Ich frage mich, ob ein Diskurs, an dem Sie ja offenichtlich teilnehmen wollen im Kreise der mk_community, nicht auch eine entsprechende Diskussionskultur braucht. Dieser Podcast ist kein “Antwortgeber”, er erhebt auch nicht den Anspruch auf Wahrheit oder Professionalität (in dem von Ihnen gewünschten Sinne). Sondern zwei Menschen treffen sich jede Woche und versuchen sich durch die jeden Tag größer werdende Mocke von Unfassbarkeiten durchzuwühlen (Karol und Ford, bitte korrigiert mich an dieser Stelle, sollte ich einen falschen Eindruck haben) und für sich und uns (!) greifbarer zu machen.

    “Handreichungen für die Formulierung von Aussagen hinsichtlich des Klimawandels”. Ist das die Gesprächskultur, die die Menschheit nach vorne bringt?

    Und zudem: ist das jetzt der Punkt? Müssen wir jetzt jedesmal formulieren, dass das Klima sich auch ohne uns wandelt, wir den Prozess lediglich beschleunigen? Oder ist es nicht vielmehr sinnvoll und geboten, die Benennung aus Gründen auf eine Einwortformulierung herunter zu brechen? “Es gibt keinen Klimawandel” scheint mir doch arg der politischen Rechten in die Hände zu spielen. Wem ist damit geholfen? “Eine wie auch immer geartete fortschrittliche Zivilisation wird nicht mehr möglich sein.” – Das mag sein! Also sollen wir uns wie die Lemminge den Abgrung hinutnter stürtzen? Oder die Beine übereinander schlagen und dem irren Treiben zuschauen?

    Gibt es einen konstruktiven Plan oder einen Ansatz Ihrerseits? Ich freue mich auf Ihre Entgegnung.

    • arvid

      Hallo Julia,

      wie schon immer im Internet, bleibe ich beim Du. Dieser Podcast nennt sich Medienkompetenzübung, hat also im Namen das Versprechen kompetent mit den Medien umzugehen, Dritte darin einzuüben, oder Beides. Möglich wäre auch, dass die Podcaster selber die Übenden sind.

      Jeder selbst gewählte und verkündete Anspruch verlangt nach Umsetzung, Ich habe mit den Beiden ein Interview hinsichtlich ihrer Motive für diesen Podcast geführt, welches demnächst im Rahmen meines Podzension-Podcasts im Original zu hören sein wird. Leider erlaubt mir meine gesundheitlich Situation nicht, den geplanten Termin einzuhalten.

      ” Ich frage mich jedoch, was genau Sie als Kommentierenden dazu legitimiert, solche
      Formulierungen wie: “… Man mag das nicht für zutreffend halten, allerdings erwarte
      ich dann eine passende Begründung und nicht (nur) die Benennung eines Gefühls.” zu
      verwenden.”

      Meine Antwort dazu ist:
      „Ich gebe es auf, eure Episoden detailliert zu kommentieren, weil ich mich absichtlich missverstanden fühle. Ich schrieb und meinte, dass die heute Regierenden die AfD und Konsorten als nützliche Idioten benötigen.“
      …..
      „Man mag das nicht für zutreffend halten, allerdings erwarten ich dann eine passende Begründung und nicht (nur) die Benennung eines Gefühls.“

      Ich äußere also die Erwartung, dass die Podcaster sich in argumentativ wertvoller Weise mit einem Kommentar auseinandersetzen. Warum erhebe ich diesen Anspruch? Weil beide jede Woche dazu auffordern zu kommentieren, das Publikum dazu ermutigen, die Kommentare verlesen (zum Teil) und diskutieren. Tun sie das nicht ernsthaft, sondern ziehen die Argumentation des Kommentierenden ins Lächerliche, in dem Sie Gefühle statt Argumenten anführen, dann bin ich nicht bereit, hier weiterhin Kommentare zu schreiben. Dafür ist mir meine Zeit und mein Engagement zu schaden.

      Perlen vor die Säue und so weiter …

      Zu solcher Aussage fühle ich legitimiert, weil es sich um meinen Kommentar handelt, der so laissez faire abgehandelt wurde.

      Ich werde als künftig von Kommentaren hier im Forum absehen und dort kommentieren, wo es sich auch inhaltlich lohnt.

      Die Handreichungen sind eine ganz andere Sache:

      Gerade ein Podcast der sich Medienkompetenz auf die Fahnen schreibt, sollten den Medien nicht so billig auf den Leim gehen und von „Klimaschutz“ sprechen, wenn es doch in Wirklichkeit darum geht, einen Großteils des Lebens auf der Erde zu schützen und nicht das Klima.

      Der Klimaschutz ist ein Unterfangen, welches weder möglich, noch in unserem Interesse ist.
      Wir müssen unseren Lebensraum bewohnbar erhalten, für die Vielfalt des Lebens.

      Es sind, wie ich weiter unten ausgeführt habe, ohnehin nur noch wenige Jahrhunderte, die uns von einer Auslöschung trennen – egal wie toll wie „das Klima schützen“.

      Diese Ungenauigkeit im Umgang mit Fakten und Vorstellungen, mit der veröffentlichten Meinung und der Konsenssoße der Gesellschaft sind es, die die den Blick auf die wahren Ursachen verstellen: Die Gier und die Dummheit der Menschen.

      Der zweiten läßt sich ein Ende setzen, ersterer wohl weniger, weil sie dem Menschen offenbar immanent ist.

      Ich hoffe, Julia, damit Deine Fragen befriedigend beantwortet zu haben.

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