Press "Enter" to skip to content

MK050 – Maaßturbieren

Die alten Männer und der Ahornbaum. Live vom Matterhorn in den Dolomiten.

Dir hat die Episode gefallen? Dann lade uns doch auf einen Kaffee ein oder unterstütze den Podcast anderweitig. Schreibt uns oder ruft uns an! Ihr wollt anderen vom Podcast Medienkompetenzübung erzählen? Tut das oder hinterlasst eine Bewertung – zum Beispiel bei Apple Podcasts.

Dauer: 2:09:59

avatar Karol Kosmonaut Paypal.me Icon Amazon Wishlist Icon Liberapay Icon
avatar Ford Fisher

Shownotes:

FidoNetSerie: GöstaSeehofer-Pressekonferenz nach tödlicher Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof – Sebastian Kurz tweetet ZeugSchlafes Bruder –  Chromosom 21 – Down-Syndrom-Podcast – TrisomieTschechische Winzer räumen Goldmedaillen abPrag will Videomapping statt NeujahrsfeuerwerkMaaßen besucht Sachsen, die AfD besucht MaaßenVer.di-Chef ruft zur Teilnahme an Fridays for Future-Demo auf

3 Comments

  1. arvid

    Zum Thema Klimawandel und Hoffnung und Neuanfang nach einem Zusammenbruch

    Es gibt keine Hoffnung. Wir ihr aus meinem Soundschnippsel unserer kommenden Episode erhören könnt, besteht kein Grund zur Hoffnung.
    Es hat noch nie einer bestanden, es besteht auch weiterhin keiner, da wir (die die Gesellschaft steuernden und treibenden Kräfte) andere Interessen verfolgen.
    Hier ( https://www.dailymail.co.uk/news/article-7253545/Female-college-student-designs-chair-blocks-manspreading.html ) könnt ihr eine symtomatische “Lösung” für ein “Problem” der heutigen Zeit erspähen. Leider nur dailymail, aber es gibt reichlich Quellen dazu.

    So lange unsere Gesellschaft sich solchen Themen widmet und sich daraus Auseinandersetzung und Vermarktungsmöglichkeiten ergeben, solange sind wir gut im Griff derjenigen, die uns führen oder, falls ihr es ohne Personenbezug haben wollt, des Systems und seiner Ausprägungen.

    Da ich selber Möbel aus Holz baue, maße ich mir ein Urteil zu diesem “Möbeln” an: Sie sind nicht funktional, weil ohne Sitzmulde, sie sind nicht ergonomisch, weil ohne ausreichende Rückenunterstützung, sie sind gesundheitsschädlich, weil scharfkantig an den Oberschenkeln, das schränkt die Durchblutung ein; sie sind materialverschwendend, weil sie unnötig massiv gebaut sind, noch dazu an den falshen stellen. und sie sparen keinen Platz gegenüber anderen Sitzlösungen ein.

    Es handelt sich also lediglich um um eine Scheinlösung, für ein Scheinproblem.

    So gehen wir mit allen Problemen um: Wir erkennen sie nicht an, suchen nach Auswegen, aber nicht nach Lösungen, wir prämieren solche “Lösungen” mit Auszeichnungen.
    Die wirklichen Probleme gehen wir, wenn überhaupt, mit end-of-pipe-Lösungen an; siehe Katalysatoren im Autoverkehr.

    Deswegen besteht keine Hoffnung, denn wenn es eine wirkliche Lösung geben sollte, müssten wir radikal vorgehen, es an der Wurzel (radix) packen. Aber das würde die Abkehr von unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsform bedeuten, wir müssten Konsumverzicht und Mentalitätwsechsel durchmachen und und durchstehen und auch andere Gesellschaften davon überzeugen.

    Es gibt von unseren egoistischen Individuen zu viele auf der Welt, als das wir eine Chance hätte, außer:

    Nun, dieses Außer kommt zu einem hohem Preis:
    – max. 0,5 Kinder je Person,
    – Leben in Gemeinschaften, um Ressourcen und Energie zu sparen
    – kein persönliches Eigentum über die tatsächlichen Bedürfnisse hinaus
    – die Kinder werden in Gemeinschaftseinrichtungen aufgezogen und zwar von Profis, nicht von den Eltern, die ihre Kinder nicht kennen sollen
    – 100 Prozent Erbschaftssteuer, um die Entstehung von vermögenden Schichten und Klassen zu verhindern, es soll keine Kapitalbildung ermöglicht werden
    – Für die ersten Generationen soll spätestens mit 80 Jahren Leben Schluss sein und eine sozial verträgliches Ableben durch die Gemeinschaft imitiert werden, auf humane Weise natürlich. Jeder, der bei Beginn dieser Umstellung in diese Gesellschaft gerät, soll aber unabhängig vom Alter eine Frist von mindesten zwanzig Jahren bekommen. Wenn die Ressourcenlage es erlaubt, kann dieses Punkt jederzeit revidiert werden. Allerdings wird es ein Recht auf einen humanen assistierten Freitod geben, jederzeit, für alle.
    – Wachstum ist ausdrücklich kein Ziel dieser Gesellschaft, sondern degrowth, Schrumpfung, bis zu globalen Verträglichkeit.

    Wenn ihr etwas Besseres wisst, dann teilt es mit. Teilt es mit euren 1.800irgendwas Hörern, aber es passt nicht zu euch, dass ihr ohne Lösungs-Vorschlag lamentiert.
    Er muss ja nichteinam sehr realistisch sein (wie meiner) aber zumindest in sich schlüssig und plausibel.

    Nein, ich habe keine Hoffnung für die Menschheit, für die Wirbeltiere, für 70 % aller Lebewesen auf der Erde. In wenigen Generationen, wird unsere Zahl auf unter 1000 Millionen gesunken sein und diese werden von Krankheiten dahingerafft werden, deren Erreger sich bei hohen Temperaturen zu Höchstleistungen aufschwingen.

    Noch dazu, die Erde erwärmt sich, ja, aber nicht nur durch den Klimawandeln, sondern weil wir (die Menschheit) Wärme produzieren und diese nicht einfach in den Weltraum abgeleitet werden kann, da dort kein Medium für die Übertragung ist. Die Erde strahlt kaum Wärme ab und speichert diese immer weiter. Wir nähern uns ohnehin dem Wärmetod. Die Erde ist ein ziemlich geschlossenes System. Sie strahlt nur wenige Photonen in das All, etwa so viele, wie sie von der Sonne empfängt. Aber nicht darüber hinaus! Wenn wir auf der Erde Wärmekraftmaschinen betreiben, große Vulkanausbrüche stattfinden, ganz zu Schweigen von kosmischen Einschlägen, wird Wärme emittiert. Und nach dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik neigen geschlossene Systeme dazu, ein thermisches Gleichgewicht herzustellen.

    Folglich wird es wärmer, zu warm für uns.

    Also, wie haben keine Chance, warum also so handeln, als könnten wir etwas bewirken: Damit wir uns besser fühlen und uns selber nicht zusätzliche Vorwürfen machen müssen, oder Vorhaltungen. Es gibt zwar keine externe Instanz vor der wir uns zu rechtfertigen hätten, aber wir wollen “gute Menschen” sein, mehrheitlich jedenfalls, und nicht die Arschlöcher.

    Das wir uns daraus eine Hoffnung bauen, ist in den Menschen angelegt. Es hat sehr vieler und sehr unwahrscheinlicher Zufälle und Evolutionssprünge bedurft, bis Leben aus der Erde nicht nur möglich wurde, sondern tatsächlich entstanden ist. Dann hat es sehr vieler glücklicher Umstände bedurft, bis aus einem kleinem Nager der Homo entstanden ist. es bedurfte des Feuers, bis wir uns der Beutegreifer des Gattung Panthera erwehren konnten. Es bedurfte eine kosmischen Einschlages, um die Dinosaurier aus dem Weg zu räumen. Es bedurfte eines sehr speziellen Klimas, einer ausreichenden Langlebigkeit und Fruchtbarkeit, eines plastischen Gehirns und noch so vielem mehr, bis wir das werden konnten, was wir sind: Eine Sackgasse der Evolution.

    Aber nach so viel Glück sollte uns das Glück doch ein weiteres Mal hold sein, oder? Ich frage, warum??? Evolutionär “verdient” haben wir es nicht, als Kollektiv sind wir derzeit unfähig unsere Existenz zu bewahren.

    Wir werden aussterben, wir werden wahrscheinlich Nachfolger haben, vielleicht handhaben sie die Lage besser als wir. Vielleicht auch nicht.

    Kein Raum für Hoffnung.

    Zu dem Wiederaufbau: Wird es nicht geben, jedenfalls nicht in der angesprochenen Form. Entscheiden Ressourcen haben unwiederbringlich verbraucht; z.b
    B. Phosphor. Wie versauen das Süßwasser ganz erheblich, sogen für giftige Einträge in die Umwelt, die noch Jahrhunderte nachwirken werden, können und nicht erlauben, fossile Energie zu benutzen und sind auf Technologien angewiesen, die wir ohne unser Wirtschaftssystem nicht aufrechterhaltenen können. Dazu kommt der Charakter der Menschen der sich nicht positiv ändert, seit Jahrzehntausenden nicht.

    Keine Chance für uns.

    • Ford Fisher

      Hallo Arvid.

      Vielen Dank für Deine ausführliche Meinung. Auf lange Sicht (und die kann man jetzt beurteilen wie man will) wird die Menschheit aussterben, so oder so. Die Frage stellt sich halt, *wie* diese Bevölkerungskurve aussehen wird (werden die Reichen in Bunkern überleben?) Für manche Menschen wird die Hoffnung auf ein besseres Leben (und wahrscheinlich sogar die Erfüllung) länger anhalten, als für andere (schon aus globalen Gründen.) Verhältnismäßig kann man die Erfolgsaussichten auf Erfüllung eben dieser Hoffnung, verglichen mit vor 50 Jahren, eher gering einstufen. Daher verstehe ich auch Deine Kernaussage, dass es ‘keine’ Hoffnung gibt.

      Was den Menschen und sein Sozialverhalten angeht, so haben wir ja schon ein paar Mal besprochen, dass der Mensch raffgierig und selbsttreu ist. Dies kollektiv zu ändern, bedarf meines Erachtens der ‘großen Katastrophe’.

      Gruß

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.