Press "Enter" to skip to content

MK038 – Stockwerk der Weisheit

Wir reduzieren die Episodenbeschreibung auf kluge Worte von Seneca: 

»Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.«

Denkt mal drüber nach…

Und jetzt? Schreibt Kommentare, kommt in den Discord-Chat, schickt Mails oder folgt auf Twitter! Abonniert per RSS, Apple Podcasts oder Spotify! Schreibt eine Rezension bei Apple Podcasts oder Panoptikum! Und sprecht unter 0351/841 686 20 auf unseren Anrufbeantworter (24/7)! Oder schickt uns Geschenke oder Kaffeegeld.

Dauer: 3:18:55

avatar Karol Kosmonaut Paypal.me Icon Amazon Wishlist Icon Liberapay Icon
avatar Ford Fisher

Shownotes:

Käptn Peng und die Tentakel von Delphi – Sockosophie – Sozialismus und KommunismusProtest gegen Chefwechsel in Prager Nationalgalerie –  #fusionbleibt – Böhmermann bei Staatsanwaltschaft angezeigtFeedback: Aufwachen! Podcast zur IuventaSea-Watch: Hold your breath!ZDF sendet doch Wahlwerbung der ParteiPodcast Beyond the moonExistiert die Zeit?Standardsituationen der Technologiekritik

3 Comments

  1. Arvid

    ÜBER DAS WESEN DER ZEIT
    ———————–

    Ich habe mir in meinem Leben schon öfter Gedanken über das Wesen der Zeit gemacht und bin zu folgenden Schlüssen gekommen:

    1. Der Urknall hat die Raumzeit geschaffen

    2. Zeit existiert nur in der Raumzeit, ist in dieser aber gequantelt (das heisst in sehr kleine Abschnitte unterteilt)

    3. Vergangenheit ist in der Tat vergangen und kann nicht wieder aufgesucht werden. Die Vergangenheit kann aber in raumzeitlich richtigem Abstand beobachtet werden.

    4. Die aktuelle Gegenwart wird ausgelöscht (zur Vergangenheit), sobald die “Zukunft” zur Gegenwart wird.

    5. Was ist nun die “Zukunft”?
    Bei der Zukunft handelt es sich um eine gigantisch große Anzahl an potentiellen Gegenwarten; jeder Zeitquant spannt für sich ein neues Universum auf und zwar für
    jedes Objekt, welches der Zeit ausgesetzt ist / von ihr beinflusst wird. Bei der Anzahl handelt es sich um die Anzahl der Zeitquanten potenziert mit der Anzahl der zuvor genannten Objekte.

    Insofern ist die Zukunft offen, weil es sehr viele, fast unendlich viele, Möglichkeiten gibt, wie sich die Zukunft “entwickeln” kann.

    6. Sofern es sich bei den Objekten um solche ohne eigenen Willen (vulgo Bewußtsein) handelt, gelten fßr diese ausschließlich die Naturgeseze und reduzieren die Möglichkeiten der zukünftigen Entwicklung; zumindest aber definieren sie (die Naturgesetze) einen Warscheinlichkeitsraum.

    7. Es bleibt die Frage, ob die Zeit vor den von ihr beeinflussten Objekten existiert hat oder ob die Objekte die Zeit erscheinen lassen?
    Für mich ist das einfach zu beantworten, muss aber nicht für jeden gelten. Zeit existiert dort, wo es ausreichend Raum für die Entfaltung von Wirkung gibt (Plankraum) und zwar für mindestens einen Zeitquant, also eine Plankzeit.

    Damit ist, für mich, klar, dass es die Zeit vor dem Urknall nicht gegeben haben sollte und erst mit und durch diesen entstanden ist. Da auch die Naturgesetze und damit die Kausalität (Ursache-Wirkungs-Prinzip) erst durch den Urknall in das Universum “gesetzt” wurden, kann es durchaus sein und ist sogar wahrscheinlich, dass der Urknall keine Zeit beansprucht hat, nichts “zeitlich hintereinander” stattgefunden haben muss, bis die Raumzeit entstand.

    So richtig schwierig wird es allerdings, wenn man davon ausgeht, dass das Universum unendlich ist. Sollte dies der Fall sein, tatsächliche Unendlichkeit, dass wird es im Universum buchstäblich alles geben, in jeder Variation, in ihren Antagonismen, in jeder auch nicht denkbaren Form.

    Es wird also Bereiche des Universums geben, die keine Raumzeit haben, die einfach keine Zeitkomponente haben, in der die Zeitquanten und die Raumquanten ganz unterschiedlicher Größe sind, in denen keine Liebe und kein Ohmm-Gefühl existiert. Es wird Bereiche des Universums geben, in denen alles identisch zu unserem Bereicvh ist, lediglich Napoleon es vorgezogen hat Schweinehirt zu werden, anstatt der Kaiser Frankreichs. Und alles dazwischen. Die Unendlichkeit, die Vorstellung davon, überfordert mich erheblich udn deswegen habe ich aufgehört, mich damit auseinanderzusetzen. Es verändert mein Leben nicht, meine Beziehung nicht, wenn ich sicher sein könnte, dass in einem anderen Teil der Unendlichkeit meine Frau und ich ein supertolles Leben, eine fantastische Beziehung haben und unsere Kinder die glücklichsten der Welt sind. Es wird dann auch Teile der Unendlichkeit geben, in denen es genau gegenteilig ist.

    Nur meine 2 Cent.

    Für eine Diskussion zum Thema stehe ich gerne zur Verfügung.

  2. Apropos Liebe & Hass. Ihr philosophiert euch kurz vor Tristan und Isolde so dermaßen köstlich in Grund und Boden, dass einem die drei Akte Wagners, wie die tägliche Aufführung des Sandmannes (die DEFA-Version bitte) 10 min vor dem Bettgehen vorkommt. Ich hätte fast verpasst meinen Espresso heiss zu schlürfen, so hat mich euer Disput erregt. Ich hoffe ihr wisst es zu schätzen! Aber Karol hat Recht! Vergebung ist das Beste, was man für sich selber tun kann. Es kann das Leben so leicht machen. Ich weiß wovon ich rede (sehr privaten Dank an Karol).

    Reden: ihr redet über Masken. “Die Masken der Niedertracht” als Buch (Sachbuch über seelische Gewalt) ist mir sofort in den Sinn gekommen. Das ist einer der besten Buchtitel, mal abgesehen vom Inhalt, der mir ins Buchregal gekommen sind. Der Titel zeigt unsere menschliche Unvollkommenheit und gleichzeitig die Schwäche, einer Maske zu verfallen. Toller Titel – das Buch ist auch gut (aber keine leichte Muse). Sollte ich mal wieder eine Noise-Art-Band gründen, ist das ihr Name …

    PS: NoiseArt_fLy: https://youtu.be/TVq04ZBic7U

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.